IG Metall fordert anlässlich des Internationalen Frauentages stärkere Impulse für Gleichstellung

Velbert – Anlässlich des Internationalen Frauentages weist die IG Metall Velbert auf die immer noch bestehende Ungleichheit zwischen Frauen und Männern im Berufsleben hin. „Noch immer machen Frauen seltener Karriere als Männer. Noch immer gibt es beim Entgelt teils massive Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit ist längst überfällig“, sagte der Geschäftsführer der IG Metall Velbert Hakan Civelek.

Ein Schritt in die richtige Richtung sei die Brückenteilzeit, weil sie helfe, die Teilzeitfalle zu verhindern. Seit Anfang des Jahres können Beschäftigte in Unternehmen mit mehr als 45 Beschäftigten die Arbeitszeit für 1 bis 5 Jahre reduzieren und anschließend zur vorherigen Arbeitszeit zurückkehren. „Allerdings sind zu viele Betriebe vom Gesetz ausgenommen. Außerdem ist uns das Gesetz zu unflexibel: Wenn eine Kollegin oder ein Kollege in Brückenteilzeit ist und die Arbeitszeit wieder verlängern will, gilt nach Gesetz: Keine Chance. Wir brauchen flexiblere Rechtsansprüche für alle Beschäftigten“, sagte Civelek.

Deutlich flexibler sei der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie aus dem letzten Jahr. „Ab 2019 haben Beschäftigte das Recht, nach einer Phase der Absenkung auf bis zu 28 Stunden wieder in die ursprüngliche Vollzeitarbeit zurückzukehren. Dies gilt in allen tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie – unabhängig von der Betriebsgröße. Außerdem können Beschäftigte direkt einen Folgeantrag stellen, während die gesetzlichen Regelungen eine Wartefrist von einem Jahr vorsehen“, betonte Civelek.